Schweizerischer Verband der Akademikerinnen
Association Suisse des Femmes Diplômées des Universités

News

Vernehmlassung Kinderdrittbetreuungskosten

Der SVA hat es sich zum Ziel gesetzt, in Vernehmlassungsverfahren, welche die Verbandsziele und seine Mitglieder direkt betreffen, Stellung zu nehmen. In Übereinstimmung mit alliance F begrüssen wir das Ziel der Vorlage, negative Erwerbsanreize im Steuersystem zu beseitigen, dem inländischen Fachkräftemangel entgegenzuwirken und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Die Abzugsfähigkeit der Drittbetreuungskosten ist ein wichtiges Element, jedoch nur eines von vielen, um die Gleichstellung der Frauen im Erwerbsleben zu erlangen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie überhaupt erst zu ermöglichen. Für viele Frauen in der Schweiz ist das immer noch nicht Realität.

Vernehmlassung Kinderdrittbetreuungskosten

Archivierung der SVA-Akten im Gosteli-Archiv

Nach dem Tod der Stifterin Marthe Gosteli geht dem Archiv das Geld aus und es wird nach einer dauerhaften Lösung gesucht, siehe untenstehende Medienmitteilung des SVA vom 26.5.2017. Die SVA-Akten gehören zu den umfangreichsten des Gosteli-Archivs. Für eine fachgerechte und kostensparende Archivierung der SVA-Akten werden die Sektionen gebeten, das SVA-Grundlagenpapier (PDF, 537 KB) und das Merkblatt des Gosteli-Archivs (PDF, 273 KB) zu befolgen.

Für den Erhalt des Gosteli-Archivs

"Der Bund" vom 26. Mai 2017 gibt dem wichtigen Archiv der Schweizer Frauengeschichte eine Plattform, auch die Schweizer Akademikerinnen kommen zu Wort. Den Artikel finden Sie hier.

Die Schweizer Akademikerinnen bangen um das Gosteli-Archiv

Medienmitteilung vom 26. Mai 2017

 

Nach dem Tod von Marthe Gosteli ist die Finanzierung dieser wertvollen Sammlung der schweizerischen Frauengeschichte nicht mehr gesichert. Frau Gosteli hat ihr ganzes Vermögen dafür verwendet, Frauenorganisationen die Möglichkeit zu bieten, ihre Akten an einem sicheren Ort aufzubewahren. In den meisten staatlichen Archiven finden wir nur „Männergeschichte“. Nach ihrem Tod muss um das langfristige Fortbestehen dieser Sammlung gebangt werden, trotz namhafter Beiträge, z.B. der Burgergemeinde Bern.

 

Es kann nicht Aufgabe von privaten Sponsoren oder Gemeinden sein, dieses Archiv längerfristig zu erhalten; es sind Unterlagen aus der ganzen Schweiz dort vereinigt und der Forschung zugänglich. Daher sind im Nationalrat verschiedene Vorstösse hängig, die das Gosteli-Archiv zur Bundessache machen wollen. Wir begrüssen diese Vorstösse und hoffen, dass das Parlament sich der Sache annimmt und so diese wertvolle und einzige umfassende Quelle für die Frauengeschichte in unserem Land erhalten hilft.

 

Für den Schweizerischen Verband der Akademikerinnen

Der Vorstand

 

Kontakt:

Doris Boscardin, Präsidentin SVA

Tel. 079 314 20 76 / E-Mail doris.boscardin@stud.unibas.ch

Medienmitteilung als PDF

Rückblick 93. Delegiertenversammlung des SVA, 6. Mai 2017, Fribourg 

Die Delegiertenversammlung 2017 des SVA fand im schönen, kunsthistorisch sehr interessanten Gebäude der Universität Freiburg statt. Neben den üblichen Traktanden gab es vor allem mehrere personelle Änderungen. Nach drei Amtsjahren tritt Angelika Spanke als Kassierin zurück. Das Amt der Kassierin übernimmt die bisherige Vizepräsidentin Manuela Schiess. Als neue Vizepräsidentin wird Susanne Leber gewählt. Susanne Leber hat nach der Matura in Freiburg Recht studiert (lic.iur. bilingue), das Anwaltspatent in Luzern und berufsbegleitend einen Executive MBA in Glasgow erlangt und ist nun als Rechtskonsulentin der Stadt Grenchen tätig. Verabschiedet werden die Präsidentin der Stipendienstiftung Cécile Richenberger Reeves und die Stiftungsrätinnen, da die Auflösung der Stiftung demnächst vollzogen ist. Im Namen des Büros und des Zentralvorstands wird allen abtretenden Damen herzlichst gedankt.
Im Internationalen Verband GWI stellt der Schweizerische Verband mit Katharina Strub die Treasurer. Für die Assistant Treasurer ist Angelika Spanke vorgeschlagen.
Unter dem Traktandum Mitgliederliste ging es darum, dass wieder eine allen zugängliche Mitgliederliste gewünscht wurde. An der DV wurde nun über die datenschutzrechtlichen Bestimmungen und das weitere Vorgehen informiert. Über die Zentralvorstandsmitglieder werden die Sektionen dazu genauer instruiert werden.
Ein beginnendes Projekt des Büros und des Zentralvorstands kümmert sich um die Sichtbarkeit des Verbands, den Mehrwert des Verbands für seine Mitglieder und die Mitgliederwerbung. Dazu ist ein ausserordentlicher Aufwand im Budget vorgesehen. Das Konzept ist in Entwicklung.
Für die schöne Umrahmung der DV und das interessante Nachmittagsprogramm in Freiburg sei den Organisatorinnen unter der Leitung von Andrea Burgener, Präsidentin der Sektion Fribourg, herzlich gedankt.
Die 94. Delegiertenversammlung findet am 5. Mai 2018 in Solothurn statt.

Bericht: Weiterbildung des SVA „Frauen und MINT“

Am Samstag, 8. April 2017 haben Mitglieder aus fast allen Sektionen an der MINT-Weiterbildung des SVA in Basel teilgenommen. Dr. Sarah Hofer referierte zu ihrer ETH-Studie „Notendiskriminierung der Mädchen in Physik“, Dr. Simone Creux, Dipl. Ing. ETH, berichtete als Ingenieurin über die Herausforderungen als Frau in einem MINT-Beruf und lic. iur. Elisabeth Schneider-Schneiter, Nationalrätin BL, erörterte, wie die Politik Frauen in MINT-Berufen fördern kann. Die zweisprachige Weiterbildung war äusserst lehrreich und auch die Pflege der freundschaftlichen Kontakte kam nicht zu kurz.

Die von Dr. Sarah Hofer, Wissenschaftlerin in der Gruppe von ETH-Professorin Elsbeth Stern, zum Thema „Notendiskriminierung der Mädchen in Physik“ 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführte ETH-Studie war Anstoss zu dieser Weiterbildung und zum gleichnamigen SVA-Jahresthema 2017 „Frauen und MINT“.

Der ausführliche Bericht ist hier nachzulesen.

Weitere Fotos des Events finden Sie auf unserer Facebook-Page.

Marthe Gosteli verstorben

Liebe Mitglieder

 

Die Berner Gosteli-Stiftung in Worblaufen trauert um ihre Stifterin Marthe Gosteli (22.12.1917-07.04.2017).

 

Bis zuletzt hat sich Marthe Gosteli für die Anliegen der Frauen und das Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung eingesetzt, in welchem u.a. auch die Unterlagen des SVA aufbewahrt werden.

 

Erst kürzlich hat die Gosteli-Stiftung den Kulturpreis der Burgergemeinde Bern erhalten, womit die „beeindruckende Dokumentation“ der Geschichte der Schweizer Frauenbewegung geehrt wurde. Es ist das Ziel der Stiftung, das Lebenswerk der Stifterin trotz knapper werdender Geldmittel in ihrem Sinne weiterzuführen, weshalb Gespräche mit dem Bundesarchiv und dem Kanton aufgenommen wurden.

 

Die Trauerfeier für Marthe Gosteli wird am Freitag, den 21. April, um 14.30 Uhr in der Kirche Bolligen stattfinden.

 

Sie war eine bewundernswert engagierte Frau, und ich schätze mich überaus glücklich, dass ich sie habe kennenlernen dürfen. 

 

Mit besten Grüssen,

 

Doris Boscardin

Präsidentin SVA

 

Weitere Informationen entnehmen Sie der Medienmitteilung der Gosteli-Stiftung.

Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“

Als Mitglied von alliance f hat sich der SVA verpflichtet, sich an der Unterschriftensammlung für einen Vaterschaftsurlaub mit mindestens 100 Unterschriften zu beteiligen. Heute bekommt ein frisch gebackener Vater in der Schweiz gleich viel bezahlte freie Zeit wie bei einem Wohnungswechsel, nämlich einen Tag. Das ist unhaltbar. Deshalb fordert die Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“ 20 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub – flexibel und tageweise innert einem Jahr nach der Geburt zu beziehen.

Sammeldeadline ist der 24. November 2017. Unterschriftenbögen können auf der Homepage von alliance f heruntergeladen werden.

Facebook - Wir sind nun auch dabei!

Das Thema Social Media geht auch am Schweizerischen Verband der Akademikerinnen nicht spurlos vorüber. Es ist mittlerweile Pflicht, auch auf diesen Kanälen im Internet vertreten zu sein. Die eigene Webseite reicht nicht mehr!

Seit Ende Mai 2016 sind wir nun auch auf Facebook. „Liken“ Sie uns auf Facebook und teilen oder kommentieren unsere Beiträge.

Auch Ihre Beiträge sind willkommen und sogar erwünscht!
Bitte teilen Sie unserer Sekretärin mit, was sich in Ihrer Sektion alles tut. Welche öffentlichen Anlässe wird es geben bzw. gab es? Haben Sie spezielle Mitteilungen, die die Welt (unsere Facebookseite ist öffentlich!) lesen sollte? Ganz besonders sind Fotos von diesen Events erwünscht. Dazu gibt es eine Dropbox, in die Sie Ihre Fotos und Berichte hochladen können. Falls Sie noch keine Einladung dazu erhalten haben, melden Sie sich doch bitte per Mail bei unserer Sekretärin.

Und hier eine kurze Anleitung zur Ameldung bei Facebook (PDF, 740 KB)

Sondermarke und Tagung für Dr. med. Marie Heim-Vögtlin (1845 – 1916) – Die erste Schweizer Ärztin

Dr. med. Marie Heim-Vögtlin war die erste Schweizer Ärztin - Berufsfrau, Mutter und Vorkämpferin für Frauenrechte und sozialen Ausgleich. Ihr zu Ehren erscheint Anfangs März auf Initiative der "mws medical women switzerland - ärztinnen schweiz" eine Sondermarke à CHF 1.00.

1845 wurde in Bözen ein wissbegieriges Mädchen geboren, das gegen viele Widerstände die herrschenden Konventionen sprengen sollte: Marie Vögtlin.

Als erste Schweizerin studierte sie in Zürich Medizin und bildete sich als erste Frau Europas zur Fachärztin für Geburtshilfe und Frauenkrankheiten weiter. 1874 erhielt sie den Doktortitel der Universität Zürich und eröffnete im gleichen Jahr als erste Ärztin in Zürich eine eigene Praxis.
Marie Heim-Vögtlin zeichnete sich durch aussergewöhnliche Schaffenskraft aus. Sie setzte sich als Mutter und Berufsfrau unermüdlich für die Verbesserung der Situation der Bevölkerung und für das Frauenstimmrecht ein. Sie war Mitbegründerin der Schweizerischen Pflegerinnenschule mit Frauenspital in Zürich, dem ersten Spital in der Schweiz, das von Frauen geleitet wurde. Schliesslich gab sie auch Impulse für die Vernetzung der Ärztinnen untereinander, was nach ihrem Tod nachwirkte und insbesondere zur Gründung des heute noch aktiven Verbandes der Schweizer Ärztinnen «mws – medical women switzerland» führte.

Am 12. März 2016 fand die Jahrestagung der mws, zum Thema „100 Jahre Ärztinnen in der Schweiz – Von Marie Heim-Vögtlin bis heute“ statt.



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